Auf unseren Reisen ist es uns immer wichtig, Kontakt zu den Einheimischen zu finden- erst dann tut man eine Reise und kann auch was erzählen…
So war es auch auf einer klitzekleinen Malediven Insel im Baa Atoll Maalhos. 
Fischen bildet dort eine wichtige Lebensgrundlage und vorzugsweise mit einfachen Ruten, dennoch ausgefeilter, bewährter Angeltechnik. Der Vater unseres Airbnb Gastgebers- ein erfahrener und angesehener Fischer- ließ sich also überreden, uns auf eine Angeltour mitzunehmen- gemeinsam mit einigen anderen Fischern, die uns verschmitzt belustigt am Hafen auf’s Fischerboot halfen und während des langwierigen Köderfanges mit Kokosnussstückchen und Keksen aus dem Dorfkonsum bei Laune hielten.
Irgendwann ging’s dann plötzlich los: hunderte Thunfische – angelockt durch die schaufelweise ins Meer geschmissenen Köderfischchen- gerieten ins Fressfieber und sprangen wild aus dem Wasser. Jetzt musste alles klappen: wir standen Seite an Seite auf dem Deck des Bootes und stippten eilig mit den Ruten in die Gierschlunde. Allerdings stellte ich dazwischen, höflich geduldet, doch mehr ein Hindernis dar- unsicher auf den Beinen, das Heck schwankend und geländerlos. Sobald ich einen Biss hatte, verhakte ich mich mit dem Nebenmann beim Anrucken oder beim Versuch, die Beute zielsicher
nach hinten auf’s Boot zu schleudern, der Fang landete wieder munter in seiner Heimstatt. Letztlich gelang mir doch ein Glücksfang, allerdings erstmal gegen meinen Mann klatschend, der in Fotoposition amüsiert das hektische Treiben festhielt, und gleichzeitig damit unseren abendlichen Grillschmaus rettete!

Rudi und Kathrin Nass

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