Ich liebe Buchhandlungen und freue mich über jede, die mit Hingabe betrieben wird – egal ob im südthüringischen Schmalkalden („Lesezeichen“) oder die „Librairie Mollat“ in Bordeaux.
Im letzten Sommer sind wir mit unserem Bus die französische Atlantikküste entlanggefahren, von der Ile de Ré bis hinunter an die spanische Grenze.
Wunderbare Orte gab es zu entdecken, vor allem fernab der typischen Ausflugsziele.
Ein Tagesausflug nach Bordeaux musste allerdings sein. Ich war gar nicht so begeistert von der Stadt, aber in der größten Buchhandlung dort haben wir tatsächlich Stunden verbracht. Dabei sprechen wir kein Französisch und wollten eigentlich nur ein paar Postkarten kaufen, wie man das halt so kennt.
Die gab es aber gar nicht, sondern wirklich und wahrhaftig nur Bücher bis zur Decke! Gut, in der großen Musikabteilung konnte man die passenden Tonträger zum Buch kaufen, aber sonst?
Bücher, Bücher, Bücher und viele persönliche Empfehlungen der Buchhändler auf vollen Tischen – ohne die sogenannten Nonbooks dazwischen. Dabei machen französische Buchcover echt nicht viel her.
Bei der Deko tobt man sich halt in den Schaufenstern aus – toll!
Natürlich weiß ich nicht, wie sich eine so große Buchhandlung rechnet, vollgestopft mit Literatur zu wirklich allen Themen und genug (!) Personal.
Aber ganz sicher gibt es Gründe, warum die französischen BuchhändlerInnen bei Mollat es genauso zu machen. Jedenfalls war ich begeistert, inspiriert und glücklich, diesen wunderbaren „Bücherort“ entdeckt zu haben.

Katja Kemnitz

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